So findest du dein Element

//So findest du dein Element

I just REVEALED it.

I just removed all the bits that weren’t the David.

Ich habe ihn nur ENTHÜLLT.

Ich habe einfach all die Teile entfernt, die nicht der David waren.

Michelangelo auf die Frage, wie er den David erschaffen hätte

Unser Leben ist nicht linear. Es verläuft nicht »straight« von Punkt A nach Punkt B, sondern es entfaltet sich organisch, in Wellen und Schleifen – und mit jeder Menge Abzweigungen. Im Laufe unseres Lebens entstehen Wege, die wir als Kinder und Jugendliche nicht kennen und auch nicht kennen können, sondern die sich ergeben. Jeder Schritt, den wir machen, eröffnet neue Möglichkeiten und wir können entscheiden: Geh ich hier lang oder da lang? Viele Tausende dieser Kreuzungen ergeben schließlich unser Leben, fein verästelt wie das Kapillarsystem unseres Blutkreislaufs.

Es gibt nicht den einen Weg, der dich zu deinem Element führt. Und es wäre viel zu pauschal und würde deiner Individualität überhaupt nicht gerecht, wenn ich behaupten würde: Tataaa, dies ist das Standardrezept für jeden, der sein Element finden will! Man nehme eine Prise Talent und zwei Löffel voll Optimismus und Tatendrang, drei Liter Marketing-Know-how und … So geht’s nicht. Aber es gibt Schritte, die dir helfen können, dich deinem Element Schritt für Schritt anzunähern. Und die kann jeder gehen, ganz egal, in welchem Bereich das eigene Element liegt. Vielleicht weißt du ja auch schon, was dein Element ist? Dann darfst du die nächsten sieben Seiten gerne überspringen.

Falls du dir noch nicht ganz sicher bist – oder noch auf der Suche –, sind hier ein paar anregende Gedanken, wie du es herausfinden kannst.

Wie die Jungfrau zum Kinde?

Ich habe viele Menschen gefragt, die glücklich ihr Element leben. Immer wieder bin ich dabei einer Antwort begegnet, die auf den ersten Blick etwas unbefriedigend ist – auf den zweiten aber deutlich mehr birgt, als man denkt. Und zwar die folgende:

»Das hat mich irgendwie schon immer interessiert, und irgendwann habe ich dann mal … (initialzündendes Erlebnis einfügen).«

So war es auch bei mir damals mit der Magie. Es hat mich schon immer fasziniert. Und irgendwann kam ich an einem Zauberladen im SI-Centrum in Stuttgart vorbei und habe mir mein erstes Buch zum Thema und ein Kartenspiel gekauft. Und so ähnlich war es ein paar Jahre später mit dem nächsten Schritt in die Hypnose – und schließlich in die Welt der Seminare und der Vortragsbühnen. Es hat mich schon immer irgendwie fasziniert – und dann habe ich einen ersten Schritt gemacht, mich hineinzuwerfen. Es wirklich zu er-LEBEN, ein Seminar zu besuchen, eine Ausbildung zu machen, einen ersten Vortrag zu halten – und dann hat es mich »gepackt«. Es mag nach einem »Na gut, darauf muss man ja warten, da kann man ja aktiv wenig tun« aussehen, in Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall! Ich behaupte: Wir können uns mit ABSICHT für das öffnen, was unser Element sein könnte, und ihm eine Chance geben, uns zu finden. Wie das geht?

Hier ist meine Strategie für dich. Sie besteht aus 3 Teilen. Und weil ich möchte dass du sie nicht nur intellektuell verstehst – sondern (vorausgesetzt, dass „Mein Element finden“ ein Thema für dich ist), sie auch UMSETZT, werde ich sie dir nicht in einem SEHR langen Blogbeitrag geben, sondern leichter verdaulich – in 3 Scheiben geschnitten.

Wir fangen an mit Teil 1:

1. Brainstorming

Setz dich einfach mal mit einem großen Blatt Papier und ein paar Stiften an einen schönen Ort und überlege: Was könnte mein Element sein? Schreibe einfach ALLES auf, was dir einfällt. Ohne Zensur. Die kritischen Gedanken dürfen in der zweiten Phase kommen. Aber in Schritt 1 muss ALLES erlaubt sein, auch wenn es völlig verrückt ist – sonst macht dein Gehirn zu nach dem Motto: »Jetzt hat er/sie mir schon drei Ideen gleich wieder zerschlagen, dann liefere ich eben keine mehr.« Wenn alles erlaubt ist, kommen immer mehr Ideen – und somit ist die Chance größer, dass am Schluss genau die dabei ist, auf die du gewartet hast.

BLOCK TIME!

Block Time (siehe auch Kapitel »Produktivität«, Seite 184) ist folgendes Prinzip: Blockiere zwei bis vier Stunden in deinem Kalender, in denen dich nichts ablenken kann. Keine Kinder, keine Familie, kein Handy, keine E-Mail, kein Facebook. Vielleicht gehst du auch an einen schönen Ort im Grünen, wo du den Alltag ein bisschen hinter dir lassen kannst. Kreativität braucht einen geschützten Hafen. Einen klaren Start- und Stopppunkt – und keine Unterbrechungen. Du blendest alles einfach einmal aus, die vielen kleinen und großen To-dos, sämtliche Herausforderungen im Job, in der Beziehung, Verpflichtungen im Verein, in der Familie … Alles, was dich von morgens bis abends beschäftigt. Und du kon-
zentrierst dich in deiner Block Time nur auf den Moment und dich selbst, zum Beispiel bei einem Spaziergang im Park, einem Kurztrip ans Meer oder in die Berge. Schalte alles ab, was dich normalerweise ablenkt und deine Aufmerksamkeit zieht – und sei neugierig auf das, was kommt. Block Time kann drei Stunden oder drei Tage dauern, die Dauer bestimmst du selbst.

MEDITIERE!

Unzählige wissenschaftliche Studien haben inzwischen gezeigt, dass sich Meditation positiv auf unsere Gehirnfunktionen auswirkt – weil wir den Alltag ganz leicht ausblenden können und unser Gehirn im Freiflug für uns bessere Ideen findet, die direkt aus dem Unterbewusstsein kommen. Oder gehörst du, wie ich, zu jenen, die sagen: »Aber ich kann nicht meditieren, bei mir klappt das nicht! Ich bin zu hibbelig, mein Gehirn denkt immer an irgendwas«? Dann habe ich hier gute Neuigkeiten für dich: Das macht überhaupt nichts. Erstens muss dein Gehirn nicht »gar nichts denken« (das schaffe ich auch nicht) – und zweitens geht es hier vor allem darum, ein bisschen runterzukommen und den Lärm des Alltags einmal auszublenden.

Eine schnelle und ganz einfache Anleitung zum »Meditieren für Nicht-Meditierer«, inklusive meiner Lieblingsmedidations-MP3 findest du hier zum kostenlosen Download:

mitdemelefantdurchdiewand.de/meditation

SPRICH MIT FREUNDEN!

Das eigene Element kann auch ein superspannendes Thema sein, um bei einem abendlichen Zusammensitzen mit Freunden darüber zu sprechen.

Zum einen haben sie vielleicht Ideen und Gedanken, die dich inspirieren – oder erinnern dich: »Du hast doch früher immer so gerne …« Zum anderen erfährst du so auch ihre (vielleicht geheimen) Wünsche und Sehnsüchte – und kannst ihnen helfen oder sie inspirieren, diese doch noch in diesem Leben anzugehen. Wichtig ist, dass du dich dann nicht von ihnen in die Komfortzone des »Ja schon, aber man kann ja nicht alles haben« oder »Mag sein, aber das geht ja nicht, weil …« reinziehen lässt, falls diese Antworten hochkommen, was eventuell passieren könnte.

DENK AN DIE »GUTEN ALTEN ZEITEN«

Erinnere dich bei deinem Brainstorming auch einfach einmal an all die Dinge, die dir früher Spaß gemacht haben. Was macht dir heute am meisten Freude? Wann fühlst du dich am lebendigsten?

SPIELE WIEDER EIN SPIEL!

Der Unterschied zwischen Arbeit und Spiel ist: Arbeiten tun wir für das Ergebnis – für das, was es uns »bringt«. Spielen tun wir für den Prozess. Das heißt, es macht schon währenddessen – also beim Tun – Spaß. Arbeit ist extrinsisch motiviert, das Ergebnis motiviert uns dazu. Spiel ist intrinsisch motiviert, die Ausführung allein ist schon Motivation genug.

Wann hast du das Gefühl, dass du »spielst«? Was macht dir schon beim Tun allein Spaß – und nicht nur, weil es zu einem Ziel führt?

Die folgenden Fragen helfen dir beim Brainstorming

Was könnte mein Element sein?

Was würde ich am liebsten den ganzen Tag machen?

Wann fühle ich mich wie ein Fisch im Wasser?

Bei welcher Tätigkeit habe ich das Gefühl, dass die Zeit verfliegt?

Was konnte ich schon als Kind gut?

Welche Fähigkeiten habe ich im Laufe meines Lebens entwickelt?

Was würde ich gerne machen, was ich noch nie gemacht habe?

Hat mir einmal jemand gesagt, worin ich gut bin, und ich konnte es nicht glauben?

Was bewundere ich an anderen?

Was liebe ich wirklich?

Was macht mich glücklich?

In welchen Momenten habe ich das Gefühl, mir selbst treu zu sein?

Was ist für mich wahrer Erfolg?

Wenn Geld keine Rolle spielen würde: Was würde ich tun, wie würde ich leben und wie sähe mein Tag aus?

Bin ich bereit, mein Element zu finden und es zu leben, auch wenn es erfordert, dass ich Entscheidungen treffe, die ich noch nie getroffen habe?

Wer will ich sein?

Was ist heute beziehungsweise in den kommenden drei Tagen der nächste Schritt, den ich tun kann, um meinen Traum zu leben?

Das war Teil 1. Wenn du zu den wenigen gehörst die hier NOCH tiefer gehen möchten, habe ich noch einen wundervollen Bonus für dich:
»Find your Passion« – nach J. P. Morgan

Hier geht es zu Teil 2 dieser Blog Serie:  Die Zauberformel: Immersion!

Facebook Kommentare

By |2019-10-10T17:51:45+00:00September 29th, 2019|Alle|0 Comments

Leave A Comment

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.