Der Reality Loop – Teil 2

//Der Reality Loop – Teil 2

Herzlich Willkommen im REALITY-LOOP!

Der REALITY-LOOP ist ein Modell, das unsere komplexe Realität in vier einfachen Boxen darstellt. Diese vier Boxen bilden die Grundlage für das Leben, wie wir es aktuell leben beziehungsweise wie wir es künftig leben wollen. Er beschreibt nur einen Prozess, der sowieso passiert. Ist aber somit gleichzeitig »das Geheimnis«, das erklärt, wie all die »hypnotisch« wirkenden Phänomene funktionieren – zum Beispiel dass jemand seinen Vornamen nicht mehr aussprechen, seine Hand selbst für Geld nicht vom Tisch heben kann, weil sie so schwer ist, oder eben in Eiswasser keine Kälte empfindet. Genau so erklärt der Loop aber auch die sinnvolleren Dinge des Lebens: Wie man (viele Arten von) Schmerzen innerhalb kurzer Zeit loslassen kann. Warum manche Menschen beim Anblick einer Spinne mit Panik reagieren und andere mit Entzücken. Warum der eine Antrieb und Motivation verspürt und der andere Angst und Hemmnis.

 

Wenn wir also die Schöpfer unserer Realitäten sind, dann können wir doch auch gleich dafür sorgen, dass unsere Realität so ist, wie wir sie haben wollen, oder? Dass wir finanziell so dastehen, wie wir es gerne hätten. Dass wir die Beziehungen führen, die wir uns wünschen. Und dass wir so gesund sind, wie es nur geht. Dabei hilft uns das Verständnis für den REALITY-LOOP, denn er liefert uns den Schlüssel dazu, wie wir zum »Meister unserer Realität« werden.

Die vier Boxen des REALITY-LOOPs

Mein Blick auf den REALITY-LOOP basiert auf James Tripps »Hypnotic-Loop«, der die gleichen vier Boxen enthält und sich in erster Linie auf die Verwendung in der Hypnose bezieht. Ich habe dieses Modell erweitert und ergänzt:

IMAGINATION

Die Box oben rechts: unser Denken. Das sind zum einen die Bilder, die in unserem Kopf entstehen, sobald wir anfangen zu denken, und zum anderen unsere inneren Stimmen. Sowohl bewusst gedachte Bilder und Stimmen als auch die inneren Bilder und Stimmen, die unbewusst in uns rattern und manchmal automatisch »hochploppen«, wenn unser Elefant für uns denkt.

 

PHYSIOLOGIE

Die Box direkt darunter, das ist unser Körper. Durch unseren Körper, den wir ja immer dabeihaben, erleben wir die Welt.

Zwischen Imagination und Physiologie, Geist und Körper gibt es eine Verbindung. Die von der Medizin und der Wissenschaft erforschte und inzwischen bewiesene sogenannte Mind-Body Connection. Oder wie ich sie gerne nenne: »Ideo-Dynamik«. Ideo = griechisch für »Gedanke, Idee«. Dynamik = »Da passiert etwas (in Reaktion auf …)«.

James Tripp beschreibt verschiedene Unterarten, von denen ich die für uns relevanten hier kurz aufgreifen und erläutern möchte. Zum Beispiel die Ideo-Motorik, wenn ein Gedanke die Muskeln in unserem Körper reagieren lässt. Die Ideo-Sensorik – das kennt jeder, der mal mit einem Moskito in einem Zimmer geschlafen hat. Dieses Gefühl »Jetzt hat er mich aber berührt!«. Ein Gefühl, dessen Mutter viele Male die Erwartungshaltung – also ein Gedanke – war. Und vielleicht das Wichtigste: Ideo-Emotives, also Gefühle, die durch einen Gedanken ausgelöst wurden. Das kennt jeder von uns – wenn eine schöne Erinnerung ein gutes Gefühl auslöst. Oder eine schreckliche Neuigkeit ein ganz anderes Gefühl auslöst. Und zwar nicht nur theoretisch, rational, sondern ganz körperlich, ganz fühlbar. Da werden Botenstoffe ausgeschüttet, der Körper reagiert, die Organe, der Herzschlag, die Atmung. Je nach Anlass werden Adrenalin, Dopamin, Endorphin und all ihre Kollegen alarmiert. Der Körper reagiert – obwohl »nur« ein neues Stück Information reinkam.

 

ERFAHRUNG

Dieses körperliche ERLEBEN formt dann unsere ERFAHRUNGEN, die du in der Box links unten siehst. Jeden Tag machen wir die verschiedensten Erfahrungen, beruflich und auch privat. Und diese ERFAHRUNGEN sind es schließlich, die unsere GLAUBENSSÄTZE bilden, unsere Überzeugungen. So denken wir über die Welt – aufgrund der Erfahrungen, die wir gemacht haben.

GLAUBENSSÄTZE

Die Box der GLAUBENSSÄTZE beinhaltet alles, was wir glauben. Also nicht nur konkrete »Sätze«, sondern alle unsere Überzeugungen, unser Wissen, unsere inneren Programmierungen. Ab dem Moment unserer Geburt versuchen wir, die Welt zu »begreifen«, zu verstehen. Unsere Erfahrungen schaffen deshalb den »Sinn«, den wir aus dem, was wir erleben, schöpfen – und wie wir die Welt verstehen. Diese Glaubenssätze, Überzeugungen und Weltbilder wiederum befeuern unsere IMAGINATION. Ein Kreislauf entsteht: Denn wenn ich bestimmte Erfahrungen gemacht habe und aufgrund dessen meine Überzeugungen geformt habe – dann DENKE ich, wenn mir eine ähnliche Situation passiert, natürlich: Kenn ich, hab ich schon mal erlebt, weiß ich, was es bedeutet. Das heißt, unsere innere Programmierung und was wir »gelernt« haben, steuert, wie wir in Zukunft denken werden.

So entsteht ein Loop, ein Kreislauf von Gedanken, unse-
rer physischen Reaktion darauf, der daraus entstehenden Erfahrung und schließlich der Glaubenssatz »So ist es und nicht anders«.

Unsere Überzeugungen schaffen unsere Realität. Das, was wir wirklich glauben, das wird unsere Realität.

Eine der schönsten Erinnerungen an meinen Vater ist ein Sommertag, als ich sechs Jahre alt war. Wir fanden im Wald ein gutes Stück Holz und schnitzten gemeinsam daraus ein »Messer«. Als wir fertig waren und ich mit Stolz mein neues Spielzeug in Händen hielt, meinte ich spitzbübisch:

»Du, Papa, ich hab gesehen, ein Junge bei mir im Kindergarten hat sogar ein geschnitztes Gewehr …«

Mein Vater sagte, ohne mit der Wimper zu zucken:

»Dieses Messer … kann schießen!«

Ich habe es ihm geglaubt.

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By |2020-02-06T13:16:20+00:00Dezember 28th, 2019|Alle|0 Comments

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